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Autozoom

Unter dem Begriff Autozoom wird ein elektromagnetischer Antrieb bei Objektiven verstanden, der die Brennweite automatisch an das Motiv anpasst. Hierzu ist eine Kameraelektronik verbaut, die das Motiv erfasst und den Zoom auf die optimale Brennweite einstellt. Der erste Autozoom stammte von Minolta. Das Unternehmen brachte die Xi-Modelle auf den Markt, welche ein Motivprogramm besaßen. Das Programm regelt mitunter die

- Belichtung,
- Brennweite,
- Schärfentiefe.

Wird bei einem Blitzgerät von einem Autozoom gesprochen, handelt es sich um den Ausleuchtungswinkel und dessen Brennweitenabhängigkeit. Die automatische Anpassung beeinflusst die Reichweite des Blitzgeräts sowie die Leitzahl. Autozoomblitzgeräte erhalten eine spezielle Angabe, die sich auf die längste Brennweite bezieht.

Bildauflöung

Unter der Bildauflösung wird die Anzahl der im Bild vorhandenen Bildpunkte verstanden. Diese werden als Megapixel bezeichnet und beziehen sich immer auf Millionen. Eine Auflösung von 7 Megapixeln bezieht sich also auf sieben Millionen Bildpunkte. Die Bildpunkte bestehen aus zwei Bereichen:

- Horizontale Pixel
- Vertikale Pixel

Beide Bereiche werden miteinander multipliziert, um den genauen Wert der vorhandenen Bildpunkte zu errechnen. So entstehen beispielsweise die Angaben zur Bildauflösung von 780 x 1600 Bildpunkten, bzw. 12,48 Megapixeln.

Jedoch darf die Bildauflösung nicht mit der Bildgröße verwechselt werden. Die Bildauflösung bezieht sich rein auf die Auflösung, also auf die vorhandenen Bildpunkte. Wird das Bild am Computer vergrößert, verändert sich das Format, nicht aber die Zahl der Bildpunkte. Bei zu starker Vergrößerung führt dies zu den sogenannten verpixelten Bildern, bei denen die einzelnen Pixel deutlich sichtbar werden. Um die Qualitätsunterschiede bei starken Vergrößerungen des Bildformats zu umgehen, muss die Zahl der Pixel in den Längeneinheiten geändert werden. Dies geschieht, indem die DPI (Pixel per Inch) bestimmt werden.

Colorimeter

Colorimeter, häufig auch Kolorimeter, sind Geräte zum Messen der Farbintensität oder Farbtemperatur. Im Bereich der Fotografie kommen die Messgeräte überwiegend bei der Erstellung von Farbprofilen zum Einsatz. Im Gegensatz zum Spektralfotometer ist das Colorimeter sehr einfach aufgebaut, was sich positiv auf den Preis auswirkt. Es gibt drei Varianten des Colorimeters:

Colorimeter für die Fotografie
Bildschirmcolorimeter
Druckercolorimeter

Die Messung funktioniert, indem einfallendes Licht in einzelne Bereiche unterteilt wird. Über eine Auswertung, wie intensiv das Licht auf die Bereiche aufgeteilt ist, lässt sich die Zusammensetzung des Lichts definieren. Es ist also möglich, mit einem Colorimeter die spektrale Zusammensetzung des einfallenden Lichts zu messen.

Eine Variante des Kolorimeters ist das Bildschirmcolorimeter. Dieses Messgerät wird via USB an den Computer angeschlossen. Nun lassen sich im Vorfeld bestimmte Grauwerte und Farben vergleichen. Eine vorab installierte Software stellt die gemessenen Werte den in der Software hinterlegten Werten gegenüber und errechnet die Farbwerte. Es ist möglich mit diesem Messgerät die Farb- und Helligkeitswerte des Monitors anzupassen. Druckercolorimeter sind dazu gedacht, die auf Ausdrucken vorhandenen Farbmuster zu messen. Eine Software erstellt ein auf CMYK basierendes Druckerprofil, über das die Farben gesteuert werden können. Druckercolorimeter sind in professionellen Druckbetrieben unumgänglich, damit gedruckte Werke farbecht erscheinen und sich nicht von der Bildschirmansicht unterscheiden.

Werbefotografie

Die Werbefotografie ist ein besonderes Feld der Fotografie. Wichtig ist es, mit den Aufnahmen eine Stimmung zu erzeugen, die Kunden zum Kauf eines Produkts animiert. Dabei ist es wichtig, die Zielgruppe des Produkts im Auge zu behalten und die Aufnahmen auf die Zielgruppenbedürfnisse abzustimmen. Häufig werden in der Werbefotografie verschiedene Techniken miteinander kombiniert. So wird EBV ebenso verwendet, wie das Zusammenspiel mehrere Bilder mit dazugehörigen Texten.

Die Werbefotografie ist maßgeblich für vielseitige Bereiche:

Produktverpackungen
Werbebroschüren
Werbeplakate
Anzeigen in Magazinen

Die abgelichteten Produkte sind vielseitig. Die Werbefotografie umfasst ebenso den Modebereich als auch Lebensmittel, Kfz, Urlaubsreisen oder einzelne Dienstleistungen. Häufig überschneidet sich der Bereich der Werbefotografie mit anderen Bereichen. Die Erstellung von Wahlplakaten beispielsweise greift auf die Porträtfotografie zurück, für Werbeanzeigen von Tierfuttermitteln wird auf die Tierfotografie zurückgegriffen.

Der Beruf des Werbefotografen unterliegt einer Ausbildung, die zumeist in Ausbildungsstätten oder Hochschulen stattfindet. Ein häufig mit dieser Form der Fotografie in Verbindung gebrachte Ausbildung ist das Fotodesign.

XMP

Die Dateiendung XMP gehört zu den Filialdateien und kommt bei der nicht-destruktiven Bildbearbeitung vor. Beim Abspeichern erfolgen mehrere Schritte: Zum einen wird die Originaldatei beibehalten, in der XMP-Datei speichert das Programm die Bearbeitungsschritte sowie die zum Foto gehörenden Metadaten ab. Zu den Metadaten gehören mitunter

Angaben zum Urheberrecht
Angaben zum Bildinhalt
Informationen zum Projekt
sowie Stichwörter

An dieser Stelle unterscheidet sich XMP deutlich von .jpg. Beim Abspeichern von komprimierten Dateien werden die Metadaten direkt in die Datei geschrieben. Rohdaten unterstützen dies nicht, weshalb die Filialdatei notwendig ist. Der Begriff Filialdatei rührt daher, dass zu jeder Hauptdatei immer eine gesonderte Datei existiert.

Letztendlich ist XMP eine modernere Version der IPTC-Dateien und deutlich besser zu verarbeiten und auf die eigenen Bedürfnisse auszurichten.

Zoom-Objektiv

Die Besonderheit eines Zoomobjektivs ist die Möglichkeit, die Brennweite zu verstellen. Das Objektiv verfügt wahlweise über einen Drehzoom oder über einen Schiebezoom.

Zoomobjektive mit Drehzoom: Das Hauptmerkmal eines Objektivs mit Drehzoom ist der Ring, der sich um die Außenseite des Objektivs verläuft. Mittels einer leichten Drehung lässt sich nun die gewünschte Brennweite einstellen. Die meisten Hersteller beschriften das starre Gehäuse des Zoomobjektivs, sodass beim Drehen des Rings gleich die gewünschte Brennweite eingestellt werden kann.

Zoomobjektive mit Schiebezoom: Im Gegensatz zu einem Objektiv mit Drehzoom verfügt das Objektiv nun keinen drehbaren, sondern einen ziehbaren Ring. Die Brennweite lässt sich nun mittels Schieben und Ziehen auf die gewünschte Breite einstellen. In der Fachsprache heißt der bewegliche Teil dieses Zoomobjektivs Objektivtubus.

Wissenswertes rund um das Zoom -Objektiv



Zoomobjektive sind in der Praxis wesentlich flexibler. Allerdings ist die Qualität der Aufnahme teils nicht so hochwertig, wie es beim Einsatz eines Objektivs mit einer festen Brennweite der Fall wäre. Auch hängt die Qualität von der Höhe des Brennweitenbereichs ab. Ein niedriger Bereich von 70 - 200 Millimeter erzielt eine hochwertigere Wirkung, als die Super-Zoomobjektive mit Brennweiten von 28 - 200 Millimetern. Die Objektive können mit diversen Kameras verwendet werden. Um ein Objektiv für eine Kamera zu nutzen, muss auf die Gewindegröße geachtet werden. Bei nicht übereinstimmenden Gewindegrößen ist es möglich, einen Adapter zu verwenden.