Softbox für die Fotografie: Was ist das?

25.04.2020 21:46
Softboxen: Arten und Unterschiede

Beim Fotografieren ist die gleichmäßige Ausleuchtung eines Motivs das A und O. Um stets für ideale Lichtverhältnisse sorgen zu können, setzen Fotografen eine Softbox ein – auch Lichtwanne genannt. Eine Softbox ist ein spezieller Aufsatz für einen Blitzkopf oder eine Studiobeleuchtung, die das Licht genau dorthin lenkt, wo es der Fotograf benötigt.

Die Box besteht aus einem Drahtgestell, das mit Stoff verkleidet und innen mit einem reflektierenden Material ausgestattet ist. Das Blitz- beziehungsweise Studiolicht wird darüber zurückgeworfen. Softboxen gibt es in verschiedenen Ausführungen: quadratisch, rund, rechteckig oder auch achteckig. Die Softbox kann  mehrere Kubikmeter groß sein.

In den meisten Fällen wird sie auf einem separaten Stativ fixiert. Während der hintere Teil der Fotografie-Softbox kein Licht hindurchlässt, wird an der Vorderseite ein lichtdurchlässiger weißer Stoff gespannt.

Wozu dient eine Softbox?

  • Die Softbox ist ein Foto-Zubehör, das in jedem Fotostudio vorhanden sein sollte. Wie der Name bereits andeutet, bricht sie Licht auf und macht es dadurch weicher. Mithilfe einer Softbox haben Sie während des Shootings zahlreiche Möglichkeiten hinsichtlich der Lichtgestaltung sowie der Stimmung vor der Kamera. Im Gegensatz zu einem Blitz ohne Lichtformer wird das Licht in diesem Fall in nur eine Richtung gelenkt und kann somit gezielter verwendet werden. So können beispielsweise Schattenakzente bewusst gesetzt werden.
  • Mit einer Softbox beeinflussen Sie die Ausleuchtung des gewünschten Motivs und reduzieren unerwünschte Schatten auf ein Minimum. Die Box sorgt für harmonisches, weiches und gleichmäßig diffuses Licht. Zudem ermöglicht der Lichtformer einen sanften Übergang zu Schatten im Bild. Indem Sie mehrere Softboxen verwenden, können Sie eine Schattenbildung auch nahezu vollständig vermeiden.

Softbox-Vorteile im Überblick

  • erzeugt diffuses, helles Licht
  • Motiv wird ohne Schlagschatten, Lichtreflexe und Hell-Dunkel-Kontraste ausgeleuchtet
  • sanfter und gleichmäßiger Übergang von Licht zu Schatten
  • vielseitig einsetzbar (im Studio, Outdoor, bei Portrait- sowie Produktaufnahmen)
  • verschiedene Effekte, Übergänge und Lichtkontraste können erzeugt werden
  • Fertigung aus hochwertigen Materialien
  • abnehmbarer Außen- und Innendiffusor
  • mit verschiedenen Blitzgeräten kompatibel
  • oftmals erweiterbar mit Softgrids

Die Softbox richtig positionieren

Gegenlicht mit einer Softbox simulieren

Wenn Sie ein Portrait aufnehmen, positionieren Sie die Fotografie-Softbox hinter dem Modell. Nimmt beim Erhöhen des ISO-Wertes das Bildrauschen zu, rücken Sie den Portraitierten in Richtung Fenster. Der Fotograf selbst steht mit dem Rücken zum Fenster. Auf diese Weise kann etwas Restlicht von draußen genutzt werden, um den ISO-Wert zu verringern. Das funktioniert natürlich nur, wenn noch Tageslicht vorhanden ist.

Gegenlicht mit zwei Softboxen vortäuschen

Diese Vorgehensweise eignet sich insbesondere bei Beauty-Portraits. Um die Tiefenschärfe so groß wie möglich zu halten, wird eine zweite Softbox benötigt. Die Position der ersten Box bleibt dabei gleich. Hinter dem Modell fungiert sie als künstliches Sonnenlicht. Eine zweite Lampe wird in die Richtung des Motivs fixiert. So gleichen Sie das Gegenlicht aus. Erfahrene Fotografen können schräg unten einen Reflektor platzieren, um harte Schatten unter dem Kinn zu vermindern.


Portraits, Outdoor-, Baby- und Produktfotografie: Welche Softbox benötige ich?

1.    Portraits und Babyfotografie

Für Portraitaufnahmen jeglicher Art greifen Fotografen oftmals zu einer achteckigen Softbox. Diese erzeugt sehr weiches, gleichmäßiges Licht und schmeichelt somit den Gesichtszügen des Portraitierten. Zudem kann mithilfe des Softbox-Exemplars eine natürliche Reflexion im Auge des Motivs gesetzt werden.

2.    Produktfotografie

Sie möchten Produkte jeglicher Art gut ausgeleuchtet fotografieren? Dann empfehlen wir eine quadratische Softbox, da Sie dafür vor allem symmetrische Spitzlichter benötigen. Um einen streifenartigen Spiegelreflex beispielsweise auf einem Auto zu erzeugen, eignen sich längliche Softboxen mit sowohl einer sehr kurzen als auch sehr langen Seite.

3.    Outdoor

Rechteckige Softboxen können in fast jeder Aufnahmesituation zum Einsatz kommen – so auch im Freien. Die Softbox sollte sich schnell auf- und wieder abbauen lassen.

Wozu einen Wabenvorsatz für die Softbox nutzen?

Wenn Sie den Leuchtwinkel Ihrer Softbox noch stärker kontrollieren möchten oder fokussiertes Licht benötigen, ist ein passender Wabenvorsatz die Lösung. Mithilfe des Fotografie-Zubehörs können Sie das Hauptlicht modellieren, bei Portraits spannende Effekte im Hintergrund erzeugen oder in der Stillleben-Fotografie die Spitzlichter akzentuieren. Die Nutzungsmöglichkeiten sind grenzenlos.

Das sollten Sie beim Softbox-Kauf beachten!

•    Je größer die Softbox und je näher sich diese am Motiv befindet, desto weicher wird auch das Licht, das sie erzeugt. Die Größe ist dabei allerdings relativ zu betrachten. Eine mittelgroße Box, die direkt vor dem Modell steht, erscheint ebenfalls groß und sorgt für gleichmäßiges Licht.

Tipp: Eine ausladende Softbox erfordert leistungsfähige Blitzgeräte.

•    Fotografieren Sie hauptsächlich im Studio oder unterwegs? Wenn Sie die Softbox oft transportieren müssen, um an abgelegenen Orten zu shooten, sollten Sie sich für eine mobile und leichte Ausrüstung entscheiden.

•    Je nachdem was Sie ablichten möchten, spielt die Form der Softbox eine wichtige Rolle. Rechteckige Boxen eignen sich für nahezu jede Aufnahmesituation, quadratische Modelle werden vor allem in der Produktfotografie bevorzugt. Wer größtenteils Portraits aufnimmt, sollte zur Octa-Form greifen.
 


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